Weltkarte_mittelblau

…sondern mit „Hast du schon gegessen?“

Wenn man reist, erhält man Einblick in die Kultur des Landes, das man besucht, und Sprache(n) ist/sind ein großer Teil der Kultur. Es gibt auf der Welt so viel mehr Sprachen und Dialekte, als es Länder gibt – man sollte deshalb Länder nicht mit Kulturen gleichsetzen. Man braucht nur um ein paar Ecken gehen und könnte etwas vollkommen anderes finden.

Aber jede Kultur und jede Sprache hat ihre Besonderheiten. Es gibt einige erstaunliche Sprachgebilde in der Etymologie und Sprachwissenschaft, die uns Rückschlüsse auf die Kultur erlauben, aus der heraus sie entstanden sind. Offensichtlich spielt Essen und die kollektive Nahrungsaufnahme eine wichtige Rolle in der philippinischen Kultur, wie in den meisten asiatischen Kulturen. Dieser Satz ist ein gutes Beispiel und ein Schlagwort für eine grundlegende kulturelle Einstellung im täglichen sozialen Leben. Deshalb finde ich ihn so aussagekräftig, und hoffe, weitere solch ausdrucksstarker internationaler Sprachbeispiele auf meinen weiteren Reisen zu finden. Hier noch ein paar sprachwissenschaftliche Fakten, die ich bisher gesammelt habe:

Karoke bedeutet „leeres Orchester“ auf Japanisch.

Der Name der südkoreanischen Hauptstadt, „Seoul“, bedeutet „Hauptstadt“ in der koreanischen Sprache.

Im Englischen beginnen die Namen aller Kontinente mit dem gleichen Buchstaben, mit dem sie auch aufhören.

Die Etymologie des Wortes „samba“ ist, wie die Brasilianer sagen, eine Abwandlung des Kikongo-Wortes ’semba‘, auf Portugiesisch übersetzt ‚umbigada‘, und bedeutet „ein Schlag mit dem Bauchnabel“.

Eskimos haben Hunderte von Worten für Eis aber keines für ‚Hallo‘.

Der Schach-Begriff „Checkmate“ kommt von dem persischen Wort „Shah Mat“, was soviel bedeutet wir „der König ist tot“.

Das Sanskrit-Wort für „Krieg“ kann übersetzt werden als „Wunsch nach mehr Kühen.“

„Copenhagen“ ist ein alt-dänisches Wort für „Kaufmannshafen“.

Das hawaiianische Alphabet besteht aus 12 Buchstaben und dem Okina.

Das Wort „Voodoo“ stammt von einem westafrikanischen Wort das soviel wie „Geist“ oder „Gottheit“ bedeutet. In der Etymologie des Wortes gibt es keine Konnotationen des Bösen oder der Unmoral.

Wenn in Spanien ein bisschen Essen auf dem Teller übrig bleibt, dass sich niemand zu nehmen traut, wird es „la vergüenza“ genannt, oder auf Deutsch „die Schande“.

Verschiedene Sprachen haben verschiedene Füllwörter: Statt „Ähm“, „tja“ oder „weißt du“, werden in der japanischen Sprache die Worte „eetto“, „ano“, „sono“ und „ee“ verwendet, um Gesprächslücken zu füllen.

1 Kommentar

  1. „Have you eaten already?“
    No way, it’s the same in Thai! That’s a surprise, after all the bad things you hear about food on the Philippines. In Thai, if the answer is no, this usually leads to an invitation to eat, which is politely declined.

    Another way to greet in Thailand is „Where do you go?“ So those pesky Tuk Tuk drivers just want to greet you and are probably surprised by westerners always telling them, where they are going.

    Speaking of which, Tuk Tuk must be the most poetic word in Thai:
    http://www.flocutus.de/en/tuk-tuks-ueberall-everywhere/

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