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Cancuns Strände – einfach too ***ing much

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In Cancun kam ich an. Ein seltsamer Start für die Reise. Ich wusste wirklich nicht, ob mir dieses Land und diese Stadt gefallen oder nicht. Es ist für meine mitteleuropäischen Sinne außergewöhnlich heiß, und es gibt kein Entkommen. Keine schönen schattigen Parks. Nur die Strände mit den großen Hotels, die etwas Ablenkung, Schatten und kühle Erfrischungen versprechen.
Und zum ersten Mal habe ich mich völlig verirrt. Mehrere Male. Normalerweise habe ich einen sehr guten Orientierungssinn, aber Cancun Centro hat mich zum aufgeben gebracht. Zum Glück gab es überall Taxifahrer, die dich überreden wollen, dich irgendwo hinfahren zu lassen – so konnte ich mir immer meinen Weg zurück kaufen.
Am Strand von Tulum 

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Direkt am Strand. Schöne Öko-Lodge-Cabanas für 30 EUR pro Person die Nacht und mehr. Und ich hatte eine Empfehlung für eine schöne, preiswerte Bleibe in diesem Paradies mit weißen Stränden, Palmen und türkisblauem Meer bekommen. Warum sollte ich es nicht versuchen? Vielleicht, weil es in meinem Zelt mehr Mücken gab als draußen. Vielleicht, weil die Mücken auch überall sonst waren. Der einzige Ort, an dem man ihnen entkommen konnte, war der Strand – allerdings, weil andere Menschen eine Menge Geld für diese Ecolodges zahlen, darf man die dort bereit stehenden Sonnenliegen nicht benutzen. Man hat also die Wahl: entweder an eine Palme lehnen oder sich in den feinen, weißen Sand legen – und von Kopf bis Fuß von ihm überzogen zu werden. Ich weiß nicht. Es sieht viel entspannender als es sich anfühlt.
Aber abgesehen vom Strand ist Tulum ist ein schöner Ausgangspunkt für Tagesausflüge: Es gibt mehrere Cenoten im Norden und Süden, in der nahegelegenen Akumal Lagune kann man Schildkröten grasen sehen (während der Schildkröten-Saison), und dann gibt es natürlich auch die berühmten Maya-Tempelruinen von Tulum direkt an der Küste. Die Ruinen sind natürlich überfüllt, und um ehrlich zu sein, nicht wirklich die sehenswertesten und erstaunlichsten Maya-Ruinen, die Mexiko zu bieten hat. Wenn du dich entscheidest, nur eine Maya-Stätte zu sehen, lass es nicht Tulum sein – sonst verpasst du was. Stattdessen würde ich eher auf Entdeckungstour zu den Cenoten gehen.

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Bacalar – die türkisfarbene Lagune

Weiter unten im Süden, auf dem Weg nach Chetumal an der Grenze zu Belize , gibt es eine riesige Lagune und eine kleine Stadt namens Bacalar . Es stellte sich als einer der schönsten Orte heraus, an denen ich je gewesen war, denn es ist nicht so touristisch wie die meisten anderen Punkte auf der Touristenroute durch Yucatan. Es ist völlig entspannt, und man kann die Zeit nutzen, um frische Lebensmittel kaufen, etwas Schönes zu kochen,  Cocktails selbst zu mixen und sie zu genießen, während man auf einem der langen Stege sitzt, die in die Lagune hineinragen. Die Lagune selbst ist flach bis in die Mitte und enthält kein Saltwasser. Es ist ein perfekter Ort. Ich hoffe, es bleibt so ruhig und entspannt wie es war, ohne das Grundsummen allzu vieler Touristen.

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Öffentliche Verkehrsmittel in Mexiko
Die touristischen Teile von Mexiko (nämlich: Yucatan und Quintana Roo) sind durch regelmäßige Bus- und Minibus-Linien miteinander verbunden. Die offiziellen Busse (die Betreiberfirma heißt ADO) sind in der Regel bequem und auch weitestgehend pünktlich. Je nachdem, wie überfüllt und touristisch die Orte sind, von denen du abfährst bzw. in die du fahren willst, und auch abhängig von Wochenend- und Wochentagen, lohnt es manchmal, Bustickets mindestens einen Tag im Voraus zu kaufen – auch wenn es nicht immer notwendig ist.
Sprache in Mexiko

Die meisten Menschen, auf die du treffen wirst, sprechen ausreichend Englisch. Vor allem für die Kommunikation mit Taxifahrern und an den Imbissständen auf der Straße können ein paar Brocken Spanisch allerdings sehr hilfreich sein.

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